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Blog lebt wieder

Seit langer Zeit ist hier nicht mehr viel passiert, mal aus Mangel an Zeit, mal aus Mangel an Themen. Aber Mitte September wurde dann mein Blog vom Provider vom Netz genommen, weil es Opfer eines DDoS-Angriffs wurde und durch die massenhaften Anfragen den Server lahmzulegen drohte.

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Briefwahl

Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, auf die Briefwahlunterlagen dick „Wahlunterlagen“ zu stempeln. Das könnte vielleicht den einen oder anderen auf die Idee bringen, sich eine zweite Stimme zu mopsen… So schwierig dürfte es nicht sein, beim Wählen zwei Scheine in die Urne zu befördern.

Was mir die Informationszettel in den Unterlagen nicht verraten haben: kann ich die Wahlbriefe auch beim hiesigen privaten Briefdienst RPV einwerfen? Immerhin hat die Stadtverwaltung die Unterlagen auch damit verschickt, und die Briefkästen sind für mich günstiger zu erreichen (gleich an der Uni). Meint die Aufschrift „Entgeltfrei im Bereich der Deutschen Post“ auf den Briefen den geographischen Bereich, in dem es die Deutsche Post gibt, oder einfach nur die Deutsche Post? (Dann sollte es doch einfach „Entgeltfrei mit der Deutschen Post“ heißen.)

Sieht aus wie ein Perpetuum Mobile…

…funktiontiert aber. Und ist vermutlich auch noch legal: So funktionieren Cum-Ex-Geschäfte.

Demos gegen Neonaziaufmarsch

Cottbus bekennt Farbe

Wie leider jedes Jahr kommen morgen die NPD und ihre Gesinnungsgenossen wieder nach Cottbus, um anläßlich des Jahrestags der Bombardierung des Bahnhofs dafür zu demonstrieren, daß Frieden und Toleranz weithin überbewertet sind. Ihr vergleichbarer Aufmarsch in Dresden hat nicht ganz so gut geklappt, und es wäre schön, wenn das in Cottbus auch so wäre.

Die Initiative „Cottbus bekennt Farbe“ ruft wieder zu Gegen­demonstrationen auf. Je nach persönlicher Neigung kann man sich den normalbürgerlichen, vom Cottbuser Aufbruch organisierten Veranstaltungen anschließen, oder – vermutlich etwas aufregender – mit „Cottbus Nazifrei“ dem Aufmarsch etwas entgegenzusetzen.

Der Cottbuser Aufbruch organisiert zwei Demonstrationszüge, die auf dem BTU-Zentralcampus und am Bahnhof beginnen und sich am Staatstheater treffen, sowie zahlreiche Aktivitäten verschiedenster Einrichtungen und Vereine. Als Gute Deutsche™ tauchen die Dumpfköpfe schon zeitig auf, und die Demos beginnen darum ungemütlich früh.

Cottbus Nazifrei hat die Aufmarschroute, die eigenen Kundgebungen, Infopunkt, Volxküche usw. auf dieser Karte zusammengestellt, außerdem gibt’s noch ein paar aktuelle Informationen für morgen.

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Food-Carrier endlich wieder im Einsatz

Endlich mal kann ich mit dem Food-Carrier nach Jahren des nutzlosen Rumstehens relativ bestimmungsgemäß verwenden:

Food-Carrier mit Laible

Ich hab’s endlich mal geschafft, ein bißchen Laiblə, will sagen „Plätzchen“, zu backen. „Dank“ Gasofen sind sie bei weitem noch nicht so wohlschmeckend wie Mutters Echte™, aber sie bleiben schon drin, wenn man sie zu essen versucht. Weiß jemand, wie man die kakaolastigen Plätzchen politisch korrekt nennt?

Sowohl vielfalts- als auch mengenmäßig kann ich natürlich nicht mit Profis, wie z.B. dem hiesigen Plätzchenpiraten, mithalten. Nächstes Jahr dann!

Filmfestival Cottbus 2013

Filmfestival 2013 MasterplanDieses Jahr markiert für mich einen persönlichen Tiefststand beim Festival des osteuropäischen Films in Cottbus. Mal abgesehen von den paar Malen, wo ich gar nicht in Cottbus war, habe ich glaub ich noch nie so wenig Filme auf dem Plan gehabt wie dieses Jahr. Ich war die Woche über im Feld, so daß die meisten Abende sowieso schon ausfielen. Dann hat ein Kollege am Freitag Geburtstag und Wohnungseinzug gefeiert, damit war’s das dann auch mit der Kurzfilmnacht… Übrig geblieben sind drei Filme:

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Vorläufiges Ergebnis des Volksbegehrens „Hochschulen erhalten“

Inzwischen dürfte es sich ja rumgesprochen haben, daß das Volks­begehren „Hochschulen erhalten“ leider gescheitert ist. Der Landes­wahl­leiter hat am 09.10.13 das vorläufige Endergebnis bekanntgegeben. Demnach sind 18032 Stimmen (0,90% der Stimmberechtigten) zusammen­gekommen.

Wie zum Zwischenstand habe ich die absolute und prozentuale Ergebnisse in den Landkreisen dargestellt. Allerdings gibt es diesmal keine Informationen zu den „Top-5-Gemeinden“.

Vorläufiges Ergebnis Volksbegehren: Anzahl der Eintragungen

Vorläufiges Ergebnis Volksbegehren: Anzahl der Eintragungen

Bei der prozentualen Stimm­beteiligung mußte ich immerhin die Skala leicht erweitern.

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50. Jahrestag des Bergrutsches und Flutwelle von Vajont

WoGE 143

Heute vor 50 Jahren ereignete sich im Vajont-Tal in Norditalien ein schwerer, durch den Betrieb eines Stausees verursachter, Bergrutsch. Die dadurch erzeugte Flutwelle forderte über 2000 Menschenleben. Daran erinnert wurde ich durch Tweets von David Bressan und Scilogs bzw. Michael Khan mit Links auf ihre Blogartikel. Auf Geobulletin fand ich hingegen erstaunlicherweise nichts.

David Bressan hat letztes Jahr in seinem Blog „Geschichte der Geologie“ einen kurzen Beitrag mit einem Link auf eine dreiviertelstündige Dokumentation geschrieben. Der Beitrag ist eine Zusammenfassung eines deutlich ausführlicheren, englischen Artikels in seinem Scientific-American-Blog.

Ich hatte dazu zum 45ten Jahrestag das WoGE 143 gepostet; in den Kommentaren finden sich auch noch ein paar Informationen und Links.

Michael Khan bei scilogs.de hat heute dazu gebloggt und weist darauf hin, daß es nicht ein rein geologisches und technisches Versagen war, sondern auch der Politik; die staatiche Kontrolle und Sicherung des Gemeinwohls wurde dadurch behindert, daß der Staat Eigentümer des Energiekonzerns war. Zukünftig können solche Konflikte bedeutender und größer werden, weil für die Grundlastsicherung wegen der die Zunahme von Wind- und Solarenergie neue und große Speicherkraftwerke nötig werden. Auch findet er es bedenkenswert, daß eine Katastrophe dieses Ausmaßes in den Medien kaum Erwähnung findet und in der Allgemeinheit kaum bekannt ist, im Unterschied zu zahlreichen Unglücken in chemischen Anlagen oder Atomkraftwerken.

Ergänzung 10.10.13, 0:05: Die FAZ hat heute einen Artikel dazu, die Süddeutsche einen von 2010.

Nur wenige überraschende Erkenntnisse durch Wahlunterstützungssysteme

Für die anstehende Bundestagswahl stehen seit einiger Zeit diverse „Wahl-Entscheidungsunterstützungssysteme“ bereit. Nebst dem bekannten Wahl-O-Mat der bpb habe ich noch den Wahlthesen-Test der Süddeutschen Zeitung, das Wahlnavi von Deutsch Plus und Migazin, den Direktkandidatencheck von Abgeordnetenwatch und Spiegel, und „Wen Wählen?“ vom FiTUG ausprobiert. Die meisten habe ich zweimal benutzt – vor einiger Zeit (Ende August, Anfang September) und die letzten Tage nochmal. Bei manchen konnte man Fragen stärker gewichten, dabei habe ich manchmal zwei Varianten durchgespielt. Ein ärgerliches Problem bei allen diesen Seiten (außer „Wen wählen?“, mit Einschränkungen) ist, daß man sein Ergebnis (und die zugrundeliegenden Antworten) nicht abspeichern kann. Das macht Vergleiche schwierig.

Nun mal ohne viele Kommentare ein Blick auf die Ergebnisse, die mich zwar manchmal überrascht, aber meist auch bestätigt haben.

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Post von der Polizeiwache Neuland

Die brandenburgische Polizei ersucht Dirk Olbertz, den Betreiber von blogger.de um Bestandsdaten wegen eines beleidigenden Kommentars auf blogger.com:

Ich weiß gar nicht, was mich von all den Punkten am meisten erschüttert: dass die Polizei vier Monate verstreichen lässt, bis sie so einen läppischen Brief verschickt, oder dass sie nicht erkennt, dass es sich bei der E-Mail-Adresse offensichtlich um keine personenbezogene E-Mail-Adresse handelt, auch wenn der Bestandteil IRGENDEIN-NAME nach einem tatsächlich existierenden Namen klingt. Oder aber, dass man mich anschreibt, da ich als Inhaber von Blogger.de verzeichnet bin.

Ich finde das wirklich erschreckend und hinterlässt mich wirklich ein wenig ratlos. Denn auf der einen Seite fordert die Polizei umfangreiche Zugriffe auf Daten im Internet (ich lasse das jetzt einfach mal so ungenau stehen), andererseits ist sie in Einzelfällen hoffnungslos mit dem Internet überfordert.

Sowas kann man sich echt nicht ausdenken.

Die Internetwache, meine Güte. Ich hoffe, daß ich nie auf sie angewiesen sein muß.

Motivation für die Schule als Vorbereitung aus Studium

Es gehört ja dazu, daß man in seiner Wissenschaftlerlaufbahn über des sinkende Niveau im MINT-Bereich jammert, mit dem die Leute an die Uni kommen. Man macht ja denn gern die Schule bzw. Bildungspolitik dafür verantwortlich. Neulich hab ich aber einen Spruch gehört, der mir eine neue Perspektive eröffnet hat:

Ich wußte eh schon, daß ich was technisches studieren wollte – deswegen hab ich mir nicht so viel Mühe fürs Abi gegeben, weil es da keinen NC gibt.

  • klares Ziel
  • Aufwandsoptimierung
  • böses Erwachen

Debian ist 20 geworden

Debian-Logo, Copyright (c) 1999 Software in the Public Interest, Inc., CC by-sa 3.0

Ich hab erst jetzt mitgekriegt, daß Debian am vergangenen Freitag zwanzig Jahre alt geworden ist. Es war mir gar nicht richtig bewußt, wie lange es das schon gibt. Und es hat mich dran erinnert, daß ich auch schon recht lange mit Linux und Debian rumhantiere. Angefangen hab ich im Frühjahr 1997, noch mit einer SuSE von meinem Bruder. Debian hab ich erst später, in der Version „Slink“, ausprobiert, es war mir da aber noch etwas zu kompliziert (Ich liebte dselect…). Endgültig umgestiegen bin ich im März 2001 (Version 2.2r2 „Potato“) – und apt ist mir seitdem ein treuer Begleiter. (dselect hab ich keine Sekunde vermisst.)

Meine Güte, das ist auch schon über zwölf Jahre her.

Klangvolle Geo-Worte

Michael Mann hat in seinem lexikographieblog einige schöne, interessant klingende Wörter aus den Geowissenschaften ausgegraben, beispiels­weise:

  • Schluff
  • Mudde
  • Flysch
  • Schlipf
  • Kleimarsch (ein Testfall für die Silbentrennung…)

Die meisten kommen aus der Bodenkunde, die an farbenfrohen Begriffen besonders reich ist. Mir fallen da grad noch ein:

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Stolpergefahr

Meinen kleinen Beitrag zum Accretionary Wedge „Signs“ gibt’s auf Englisch.

Schild „Geologische Aufschlüsse Stolpergefahr!“

Schild „Geologische Aufschlüsse Stolpergefahr!“

Where on Google Earth #389

Schon vor einiger Zeit habe ich Luis Filipe Miguels WoGE 388 gefunden, einen hübschen Schwemmkegel am Alaköl-See in Kasachstan. Ich war danach ein paar Tage unterwegs und jetzt sind alle ganz gierig auf ein neues Rätsel zu sein. Nun, jetzt ist es da.

Um was es bei Where on Google Earth geht, steht weiter unten. Vergangene WoGEs sammelt Felix Bossert auf seinem Blog und in einer KML-Datei.

Bitte gebt in der Lösung nicht nur die Koordinaten an, sondern beschreibt auch grob die Geologie dieser Region und was den See in der Mitte so besonders macht.

Dieses Rätsel könnte wegen des Mangels an prägnanten Objekten etwas schwieriger sein. Darum werde ich größere Ausschnitte veröffentlichen, wenn nach ein paar Tagen niemand eine Lösung gefunden haben sollte. Damit Neueinsteiger und zu spät gekommene eine bessere Chance haben, gilt Schotts Regel.

Where on Google Earth #389. Zum Vergrößern anklicken.

Where on Google Earth #389. Zum Vergrößern anklicken.

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Zwischenstand Volksbegehren „Hochschulen erhalten“

Heute hat der Landeswahlleiter das Halbzeitergebnis des Volks­begehrens „Hochschulen erhalten“ bekanntgegeben. Insgesamt haben sich bis jetzt 11822 Brandenburger für das Volksbegehren eingetragen, das sind knapp 0,6% der Stimmberechtigten. Das ist leider kein wirklich prickelndes Ergebnis. Ich hoffe, daß da noch einige Briefwahlunterlagen unterwegs sind.

Die meisen Unterschriften kamen aus Cottbus, Kolkwitz, Spremberg, Guben und Potsdam. In Senftenberg haben sich nur 72 Leute getraut; das ist immerhin mehr als in Brandenburg a.d.H. und im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Man sieht auch schön einen räumlichen Trend der Gattung „was kümmert mich das Leid der anderen“:

Zwischenstand Volksbegehren: Anzahl der Eintragungen

Zwischenstand Volksbegehren: Anzahl der Eintragungen

Nicht viel anders sieht die Verteilung der prozentualen Stimm­beteiligung aus:

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Lasset die Spiele beginnen

BTU-Logo mit FragezeichenHeute war also der erste Tag der neuen Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Aufregendes gibt es kaum zu berichten. Das Geld ist weiterhin knapp, die Studenten kommen weiterhin zu spät zur Übung, aber es gibt eine neue Homepage unter dem Domainnamen b-tu.de, was sich wie „B[randenburg] minus TU“ liest…

Mittags gab’s eine recht gut besuchte Protestveranstaltung in Form eines Trauermarsches für die verstorbene „alte“ BTU.

Mal sehen, was sich in nächster Zeit so entwickelt. Es stehen ja noch diverse Verfassungsgerichtsurteile aus, und das Volksbegehren läuft auch noch – unterschreiben, Leute!

Where on Google Earth #383

Zum zweiten Mal (in Folge) habe ich ein WoGE von Ole Tjugen gefunden. Seine Nummer 382 war – auf den ersten Blick – ein recht offensichtliches Stück schwedische Küste, aber ich hatte die besondere Bedeutung dieser Stelle nicht erkannt. Oles dezenten Hinweis im Text hatte ich überlesen, so daß er mich in die richtige Richtung schubsen musste: die Ytterby Grube, Serienstar aus dem Periodensystem.

Um was es bei Where on Google Earth geht, steht weiter unten. Vergangene WoGEs sammelt Felix Bossert auf seinem Blog und in einer KML-Datei.

Ich bin nicht ganz glücklich mit meinem neuen Bild, weil ich den Copyright-Vermerk unkenntlich machen musste. Aber ansonsten ergäben sich daraus zu viele Hinweise. (Wenn das WoGE gelöst ist, werde ich das Originalbild veröffentlichen.) Damit Neueinsteiger und zu spät gekommene eine bessere Chance haben, gilt Schotts Regel.

Where on Google Earth #383. Zum Vergrößern anklicken.

Where on Google Earth #383. Zum Vergrößern anklicken.

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Das Dampf-Permeameter

(Mein Beitrag zum Accretionary Wedge zum Thema „seeing geology everywhere“ gibt es erstmal nur auf Englisch.)

Das La Pavoni Europiccola Dampf-Permeameter.

Das La Pavoni Europiccola Dampf-Permeameter.

Vorsicht mit Veranstaltungsinfos über Twitter

Seid vorsichtig, auf was für Veranstaltungen Ihr über Social Media hinweist. Sonst kommt die bayerische Polizei zum Hausbesuch.

Die CSU Brunnthal hatte gestern zum Vortrag „Facebook & Co. – sicher surfen in sozialen Netzwerken, mit Staatsministerin Dr. Beate Merk“ in Hofolding eingeladen. Die Medizinerin und Gutachterin Ursula Gresser (aus der Gegend) hatte per Twitter darauf hingewiesen, daß man die Gelegenheit für ein aktuelles Thema nutzen könnte:

Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen.

Gegen Mittag kam dann die Polizei, um die Sicherheit von Frau Merk in den Sozialen Netzwerken zu gewährleisten, Frau Gresser löschte den Tweet freiwillig.

Dem Ministerium muß der Arsch wohl ziemlich auf Grundeis gehen, wenn Regierung oder Partei so dünnhäutig reagieren.

Details bei Richard Gutjahr und Netzpolik.org.

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